RKI-Ratgeber - Merkblatt für Ärzte
Infektionen durch Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)
Meldepflicht
(Aktualisierte Fassung Januar 2008, Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 31/1999)

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. f des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an enteropathischem hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS) namentlich meldepflichtig. Weiterhin ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) der Verdacht und die Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis meldepflichtig, wenn eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Sinne des § 42 IfSG ausübt oder wenn zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird.

Entsprechend § 7 Abs. 1 Nr. 12a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der direkte oder indirekte Nachweis enterohämorrhagischer Stämme (EHEC) meldepflichtig, soweit die Nachweise auf eine akute Infektion hinweisen.

Für Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen besteht gemäß § 34 Abs. 6 IfSG die Pflicht, das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich über das zur Kenntnis gelangte Auftreten zu benachrichtigen und dazu krankheits- und personenbezogene Angaben zu machen.

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