Salmonellose
(Merkblatt für Ärzte des RKI aktualisiert: Dezember 2002, Erstveröffentlichung im Bundesgesundheitsblatt 01/1997)
Allgemeines

Die infektiöse Gastroenteritis (syn. infektiöse Darmerkrankung bzw. Durchfallerkrankung) des Menschen stellt keine ätiologische Einheit dar. Das Krankheitsbild wird durch das Leitsymptom Durchfall (Diarrhöe) geprägt, also durch das gehäufte Absetzen von Stühlen mit verminderter Konsistenz unabhängig von einem speziellen Krankheitserreger. Als Ursache der Erkrankung sind vor allem Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, Shigellen, darmpathogene Escherichia coli, weitere Erreger bakterieller lebensmittelbedingter Erkrankungen oder deren Toxine, verschiedene Viren und darmpathogene Protozoen in Erwägung zu ziehen.

Eine besondere epidemiologische Bedeutung hat heute die Salmonella-Erkrankung des Menschen (Salmonellose oder Salmonella-Enteritis). Nicht zu diesen Erkrankungen gehören Typhus und Paratyphus, bei denen es sich um systemische Infektionen mit Darmbeteiligung handelt. Sie werden, wie die Shigellenruhr, in gesonderten Merkblättern behandelt.

Dieses Merkblatt befasst sich ausschließlich mit der Salmonellose des Menschen.

© Robert Koch - Institut


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