Salmonellose
(Merkblatt für Ärzte des RKI aktualisiert: Dezember 2002, Erstveröffentlichung im Bundesgesundheitsblatt 01/1997)
Diagnose

Beim Auftreten des Leitsymptoms Durchfall ist eine bakteriologische Abklärung der Ursache erforderlich. Der Erregernachweis erfolgt aus Stuhl, Rektalabstrichen, Erbrochenem, aber auch aus verdächtigen Lebensmitteln und Speisen. Bei typhösem Verlauf sind Blutkulturen angezeigt. Zumindest Rektalabstriche müssen in gepuffertem Transportmedium transportiert werden. Bei Gruppenerkrankungen sollte eine gezielte Auswahl von Untersuchungsproben unter epidemiologischen Gesichtspunkten erfolgen.

Im Laboratorium wird nach der kulturellen Anzüchtung eine biochemische und serologische Identifizierung des Erregers vorgenommen. Die Untersuchungsdauer beträgt zwei bis drei Tage, für eine Verdachtsdiagnose einen Tag.

Zur Aufdeckung von Infektionsquellen und Verfolgung von Infektionswegen und -ketten wird für epidemiologisch bedeutsame Serovare, vor allem S. Enteritidis und S. Typhimurium, eine weitere komplexe Feindifferenzierung durch Lysotypie sowie biochemische und genotypische Verfahren empfohlen. Vorgenommen werden solche Untersuchungen (bei Patientengut) im Nationalen Referenzzentrum für Salmonellen und andere Enteritiserreger des Robert Koch-Institutes - Bereich Wernigerode, 38855 Wernigerode, Burgstr. 37, Tel. 039/43 67 90, Fax 039/43 67 92 07 und (bei Lebensmittelproben) im Nationalen Referenzlabor für Salmonellen des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV, 12277 Berlin, Diedersdorfer Weg 1, Tel. 030/8412-2233, Fax 030/8412-2953.

© Robert Koch - Institut


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