Tuberkulose
(Ratgeber des RKI - Aktualisiert März 2002 - Erstveröffentlichung März 2000)
Maßnahmen bei Ausbrüchen

Röntgenreihenuntersuchung 1952

Bei Ausbrüchen von Tuberkulose-Erkrankungen (mehr als 2 Erkrankungen mit epidemiologisch gesichertem Zusammenhang) ist eine durch das Gesundheitsamt koordinierte Ausbruchsuntersuchung erforderlich. Der umgehende Nachweis des Erregers einschließlich Kultur- und Resistenzprüfung sind besonders wichtig, um schnellstmöglich eine effektive Therapie einzuleiten und die Möglichkeit einer Übertragung zu minimieren. Bei Kontaktpersonen sollte gezielt und vollständig das Vorliegen einer Infektion oder Erkrankung an Tuberkulose ausgeschlossen werden (situationsgerecht: Kontaktanamnese ermitteln und werten, Tuberkulintestung, Beobachtung des Gesundheitszustandes, Röntgenuntersuchung bei verdächtigen Befunden, Labordiagnostik bei klinischem Verdacht).

Die Feintypisierung isolierter Stämme durch molekulare Methoden und der anschließende Vergleich dieser Stämme untereinander stellt ein weiteres Hilfsmittel bei der infektionsepidemiologischen Aufklärung von Ausbrüchen dar. Daher sollten alle Isolate eines vermuteten Ausbruchs einem Labor mit Möglichkeiten zu dieser Untersuchung zugeführt und die Ergebnisse an die zuständige Gesundheitsbehörde mitgeteilt werden.

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© Robert Koch - Institut

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