Typhus abdominalis
(Merkblatt für Ärzte des RKI aktualisiert: März 2001, Erstveröffentlichung im Bundesgesundheitsblatt 03/1998)
Desinfektion

Während der gesamten Erkrankungsdauer sollte eine laufende Desinfektion aller Gegenstände und Flächen durchzuführen, die mit infektiösen Ausscheidungen des Kranken in Berührung gekommen sind oder sein können. Ausscheidungen, die nicht über ein reguläres Abwassersystem entsorgt werden können, sind ebenfalls zu desinfizieren. Die laufende Desinfektion findet sinngemäß auch bei Ausscheidern Anwendung und wird wie folgt vorgenommen: Leib- und Bettwäsche, Taschen- und Handtücher sind im Kochwaschgang, mindestens jedoch bei 60°C zu waschen. Bei nicht hitzebeständigen Wäschestücken oder falls Maschinenwäsche nicht möglich ist, sind diese zwölf Stunden in geeignete Desinfektionslösungen (einzulegen und anschließend wie normale Haushaltswäsche zu waschen. Ess- und Trinkgeschirr des Kranken sind 15 Minuten in heißem Wasser ( 80°C) zu desinfizieren. Toilettensitz und Toilettendeckel sowie Bettgestell, Waschbecken und Badewanne sind in Gesundheitseinrichtungen arbeitstäglich zu desinfizieren.

Zur Händedesinfektion ist eine intensive Benetzung der Hände mit einem alkoholischen Desinfektionsmittel (mindestens 3 ml bei einer Einwirkzeit von 30 Sekunden) erforderlich. Nagelfalze und Fingerkuppen sind besonders sorgfältig zu behandeln. Wasser und Seife dürfen erst nach Ablauf der angegebenen Einwirkzeit des Desinfektionsmittels verwendet werden. Weitere Hinweise enthält die Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

zurück zum Inhaltsverzeichnis des Typhus-Merkblattes für Ärzte des RKI

© Robert Koch - Institut

zurück zum Seitenanfang
Fenster schließen