Paratyphus
(Ratgeber des RKI Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 40/2000)
Präventive Maßnahmen

Typhuserreger werden in den meisten Fällen über Trinkwasser übertragen; in Endemiegebieten müssen selbst Leitungswasser und Eis für Getränke kritisch gesehen werden. Auch rohe oder nicht ausreichend erhitzte Speisen, wie Blatt- und Feinkostsalate, Meeresfrüchte, geschältes Obst oder Säfte können mit Typhus- und Paratyphus-Erregern kontaminiert sein. Es gilt deshalb in besonderer Weise die alte Regel erfahrener Tropenreisender »Peel it, boil it, cook it, or forget it!« (»Schäle es, erhitze es, koche es oder vergiss es!«). Im übrigen gelten die allgemeinen küchenhygienischen Regeln zur Verhinderung der Kontamination und Vermehrung von Krankheitserregern in Lebensmitteln.
Impfung: Es stehen ein oral und ein parenteral zu applizierender Impfstoff zur Verfügung, die besonders vor Reisen in die Endemiegebiete Asiens und Nordafrikas, speziell bei einfachen Lebensbedingungen sowie bei Ausbrüchen oder Katastrophen indiziert sind:

Die bisherigen Studien zur Wirksamkeit gehen überwiegend von den induzierten Antikörpern aus. Kontrollstudien bei Reisenden fehlen fast völlig.

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© Robert Koch - Institut

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