Daten aus dem bayerischen Gesundheitswesen
Infektionskrankheiten

Statistische Daten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
2001

An der Spitze der gemeldeten Fälle standen wie alle Jahre infektiöse Darmentzündungen durch Salmonellen (9.325), Campylobacter (5.512), Rotaviren (4.539), Giardien (616), Yersinien (602), Escherichia (509) und Noroviren (405).
Bei 2.223 gemeldeten Masernfällen lag die Inzidenzrate in Bayern mit 18 deutlich über der in Deutschland mit 7,3. An infektiösen Leberentzündungen fanden sich Hepatitis C (1.637), B (353), A (203) und E (3).
Die 1.092 gemeldeten Tuberkulose-Erkrankungen entsprechen einer Inzidenzrate von 8,9 (Deutschland 9,2). Der (noch) rückläufige Trend bei der Tuberkulose wird verdeutlicht durch das Absinken der Inzidenz, d.h. der Zahl der Neuerkrankungen bezogen auf 100.000 Einwohner, in den Zehnjahresabständen 1970 (98), 1980 (55), 1990 (23) und 2000 (11).
Weiter wurden der Häufigkeit nach gemeldet Influenza (299), HIV-Infektion (252), Malaria (189), EHEC (185 sowie 10 HUS/TTP), Shigellosen (182), Syphilis (150), FSME (111 von 256 in Deutschland) und invasive Meningokokken (93).
Es folgen Legionellosen (54), Kryptosporidiosen (48), Listeriosen (34), Hantavirus (29), Q-Fieber (25), CJK (17), Denguefieber (14), Paratyphus (14), Hämophilus influenzae (12), Typhus abdominalis (11) sowie Echinokokkosen (10).
Vereinzelt wurden gemeldet Konjunktivitis durch Adenoviren (8), Ornithosen (8), konnatale Toxoplasmose (7), Brucellosen (5) und Leptospirosen (4).
Je 1-mal traten auf Botulismus, Cholera, Lepra und Tularämie.
Erfreulicherweise gab es in Bayern keine einzige Meldung für Fleckfieber (Deutschland: 2), Hepatitis D (8), Hepatitis Non A-E (2), konnatale Röteln (1) und Trichinellose (5).
Weder in Bayern noch in Rest-Deutschland wurden gemeldet Diphtherie, Läuserückfallfieber, Milzbrand, Pest, Poliomyelitis, Tollwut sowie sonstiges VHF.

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