Zum Vorkommen von Acrylamid in Lebensmitteln
Expertenbefragung
Bericht des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin über das Expertengespräch vom 14. Mai 2002

 

Exposition

Daten aus Deutschland zur Konzentration in Lebensmitteln fehlen bislang. Sie sind aber eine entscheidende Grundlage, um eine Expositionsabschätzung für die hiesige Situation vornehmen zu können.

Der Ermittlung solcher Daten wurde von allen Beteiligten höchste Priorität zugemessen.

Es wurde vereinbart, dass die Bundesanstalt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit an die zuständigen Behörden der Länder herantreten wird, damit mit dem Bereitstehen einer validen Analysenmethode auf der Basis rationaler Probenahmepläne koordinierte Untersuchungen relevanter Lebensmittel stattfinden. In die Abstimmung soll auch die Lebensmittel herstellende Industrie mit einbezogen werden.

Verzehrsdaten der belasteten Lebensmittel stehen derzeit nicht zur Verfügung, auch hinsichtlich der Verzehrsgewohnheiten hoch exponierter Gruppen ist zu wenig bekannt. Bestehende Daten bereits durchgeführter neuerer Verzehrsstudien sollen durch das BgVV auf die Verwendbarkeit der Daten überprüft werden. Andernfalls sind umgehend begrenzte Erhebungen zu initiieren, die sich mit den relevanten Lebensmittelgruppen und den am meisten exponierten Bevölkerungsgruppen befassen. Es wurde dringend angeregt, für diesen Zweck Handelsdaten zur Verfügung zu stellen, die vorhanden sind und die aktuelle Situation am ehesten widerspiegelt.

Als methodische Ansatz für die Ermittlung der internen Exposition wird eine Studie diskutiert, in welcher Acrylamid- sowie Glycidamid-spezifische Hb-Addukte gemessen werden sollen, wobei die individuelle Exposition der Probanden erfasst werden müsste, um eine Abschätzung der Bioverfügbarkeit zu ermöglichen.

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