Ozon

Herausgegeben vom Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen (StMLU) Rosenkavalierplatz 2, 81925 München

Inhalt:

Was ist Ozon?

Wie entsteht bodennahes Ozon?

Was können wir tun?

Was ist bei erhöhten Ozonwerten zu beachten?

Wo erfährt man die aktuellen Ozonkonzentrationen?

Was ist Ozon?

Ozon ist ein Sauerstoffmolekül. Es setzt sich aus drei Sauerstoffatomen zusammen (O3), der normale Luftsauerstoff nur aus zwei Atomen (O2). In der Stratosphäre (in 20 bis 50 Kilometern Höhe) tritt Ozon in hohen Konzentrationen auf und schirmt die kurzwellige ultraviolette Strahlung der Sonne ab. Bei Sommerwetter bildet es sich auch in Bodennähe und wirkt dort als Schadstoff. Höhere Konzentrationswerte erreicht Ozon aber nur dann, wenn die entsprechenden Vorläufersubstanzen vorhanden sind.

Zu einem Gutteil trägt menschliches Verhalten zur Freisetzung dieser Vorläufersubstanzen bei. Deshalb haben wir es auch in der Hand, sie möglichst gering zu halten und damit zu verhindern, dass Ozon im unerwünschten Übermaß entsteht.

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Wie entsteht bodennahes Ozon?

Unter Einwirkung von Sonnenlicht bildet sich Ozon insbesondere aus Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden. Sieht man von den natürlichen und damit nicht beeinflussbaren Quellen ab, lösen insbesondere

die komplizierten Reaktionsmechanismen aus, die insbesondere an sehr warmen Sommertagen zu erhöhten Ozonwerten führen können.

Unser Ziel muss es deshalb sein, den Ausstoß von Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen deutlich zu senken. Technische Maßnahmen allein genügen nicht. Zwar haben schon drei von vier in Deutschland zugelassenen Pkw einen geregelten Katalysator oder schadstoffarmen Dieselmotor, dennoch ist es in den vergangenen Jahren - bei insgesamt rückläufiger Tendenz - immer wieder zu erhöhten Ozonkonzentrationen gekommen. Dass die rund 25 % nicht auf dem neuesten technischen Stand befindlichen Altfahrzeuge deutlich überproportional zur Ozonbildung beitragen, liegt auf der Hand.

Verursachergruppe Kohlenwasserstoffe Stickstoffoxide
 

in Tonnen pro Jahr

Verkehr 115.000 268.000
Diffuse Quellen 70.000 19.000
Genehmigungsbedürftige
Anlagen
14.130 47.000
Hausbrand und Kleingewerbe 41.000 25.000
Biogene Quellen 110.000  
Summe 350.130 359.000

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Was können wir tun?

Ozon im Übermaß muss also nicht sein. Ändern wir aber unser Verhalten nicht, müssen wir damit rechnen, dass in den Ballungszentren wie auch in den Reinluft- und Erholungsgebieten weiterhin immer wieder einmal hohe Ozonwerte gemessen werden. Vor allem die Autofahrer sind es, auf die es dabei ankommt, am besten schon dann, wenn die Wetter- und Ozonprognose einen Anstieg der Ozonwerte erwarten lässt.

Am wirksamsten ist es, wenn wir dann nicht zwingend gebotene Autofahrten unterlassen.

Geht es - nach reiflicher Überlegung im Einzelfall - nicht ohne Auto, dann sollten einwandfreier technischer Zustand des Fahrzeugs und kraftstoffsparende Fahrweise selbstverständlich sein. Ganz allgemein gilt: was Sprit spart, hilft gegen die Ozonbildung - und spart Geld.

Wer an ozongefährdeten Tagen vom Einsatz von Benzinrasenmähern und Kettensägen absieht, hilft ebenfalls mit, die Ozonwerte möglichst niedrig zu halten. Lösungsmittelfreie Farben und Reinigungsmittel können Sie beruhigt auch an ozongefährdeten heißen Sommertagen verwenden, den Gebrauch von lösungsmittelhaltigen Produkten sollten Sie verschieben.

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Was ist bei erhöhten Ozonwerten zu beachten?

Wer auf Ozon erfahrungsgemäß empfindlich reagiert, dem wird vorsorglich empfohlen, bei Werten über 180 Mikrogramm (1 Mikrogramm = 1 Millionstel Gramm) pro Kubikmeter Luft auf anstrengende sportliche Ausdauerleistungen sowie ungewohnte körperliche Arbeiten zu verzichten. Bei mehr als 360 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird diese Empfehlung generell gegeben.

Die Ozonwerte, die in den letzten Jahren in Bayern gemessen wurden, stehen einem Aufenthalt im Freien nicht entgegen. Das gilt auch für Kinder. Zum Verzicht auf Wanderungen oder andere übliche Freizeitaktivitäten besteht kein Anlass. Dabei wird unterstellt, dass jeder bei heißem Sommerwetter die ohnehin fällige Rücksicht auf seine Gesundheit nimmt.

Wenn möglichst viele bei witterungsbedingt drohenden erhöhten Ozonlagen freiwillig ihr Verhalten ändern, insbesondere auf die Benutzung des eigenen Autos verzichten, wäre viel gewonnen. Ozon reizt - warum eigentlich nicht dazu, es in erhöhtem Maß möglichst nicht mehr entstehen zu lassen? Wir müssen "nur" mit einigen - zugegeben - liebgewordenen Gewohnheiten brechen. Womöglich nicht gleich immer - aber ab heute immer öfter.

Der Erfolg nützt uns allen.

Ozon bildet und verteilt sich großräumig. Nachts wird in der Stadt Ozon stärker abgebaut als auf dem Land.

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Wo erfährt man die aktuellen Ozonkonzentrationen für unseren Landkreis ?

Die aktuellen im Messnetz des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz ermittelten Ozonkonzentrationen für unseren Landkreis erhalten Sie durch einen Klick in die Laufschrift auf unserer Startseite.

Sie können diese Meßwerte auch dem Videotextsystem des Bayerischen Rundfunks auf den Tafeln 630 ff. entnehmen.

Bei Werten über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Stundenmittel) wird die Öffentlichkeit über Presse, Rundfunk und Fernsehen informiert.

Der Bayerische Rundfunk gibt auch die Ozonprognosen des Bayerischen Umweltministeriums für den jeweils darauffolgenden Tag bekannt, was es insbesondere ozonempfindlichen Menschen ermöglicht, sich darauf einzustellen.

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