Peroxyacetylnitrat
Autor: Kaiser/LGA Potsdam


Wenn an sommerlichen Tagen die Ozonwerte in die Höhe klettern, klagen empfindliche Menschen über gerötete, brennende Augen und gereizte Schleimhäute.
Aber nicht das Ozon selbst ist der Auslöser dieser Symptome, sondern verschiedene Begleitstoffe des Sommersmogs. Peroxyacetylnitrat (PAN) zählt dazu, daneben Perbenzolnitrat und Formaldehyd. Auf ihre Wirkung lassen klinische Studien schließen, in denen Probanden reines Ozon mit der Luft einatmeten. Auch bei hohen Konzentrationen blieben Augen- und Nasenbeschwerden aus. Ebenso wie Ozon sind PAN und verwandte Verbindungen sogenannte Photooxidantien. Sie entstehen im Sonnenlicht vor allem aus den Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen der Autoabgase.

PAN ist, anders als Ozon, gut wasserlöslich. Hierdurch kommt es zu Augen- und Schleimhautreizungen, während eingeatmetes Ozon die Luftwege bis zur Lunge weitgehend passiert. Der "Sommersmog" belastet besonders Menschen, die wenig Tränenflüssigkeit bilden. Die Schadstoffe werden langsamer ausgespült und können somit leichter die Bindehaut reizen. Nur wenige Meßstellen in Deutschland registrieren die PAN-Konzentration in der Luft. Die meisten messen Ozon als "Leitsubstanz" des Sommersmogs, da es rund 90 % des photochemischen Gemisches ausmacht.

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