Sommersmog

Aus Kraftfahrzeugen und anderen Quellen stammende Stickoxide und Kohlenwasserstoffe können sich mit Sauerstoff unter Einfluß intensiver Sonnenstrahlung (d.h. vor allem im Sommer) zu sog. Photooxidantien umwandeln. Zu diesen gehören Ozon, Peroxyacetylnitrat (PAN), Salpetersäure und sonstige Reaktionsprodukte, die oxidierende Eigenschaften haben. Aus meßtechnischen Gründen wird häufig nur der Ozonanteil als Leitsubstanz gemessen. Die Ozonkonzentration kann sich zusätzlich durch atmosphärische Transportvorgänge von der Stratosphäre in erdnahe Luftschichten erhöhen. Übersteigt die Ozonkonzentration einen Wert von etwa 0,3 mg/m3 Luft, kommt es zur Sichttrübung, zum sog. "photochemischen Smog" ("Los-Angeles-Smog").

Charakteristisch für photochemischen Smog sind Schleimhautreizungen - das erste Symptom ist vielfach Tränenreiz. Geschädigt wird auch das Atemsystem und das Lungengewebe.

Neben der zyklischen Schwankung des Jahrganges, verursacht durch den Jahresgang der Strahlungsintensität, zeigt sich ein weiteres zyklisches Verhalten: der Tagesgang der Ozonkonzentration mit niedrigen Werten in den Nachtstunden und höheren Werten am Nachmittag.

Die Ozonrichtlinie der Europäischen Union und die 22.Verordnung zum Bundes- Immissionsschutzgesetz sehen vor, dass bei einer einstündigen Überschreitung des Wertes von 180 µg/m3 die Bevölkerung informiert (Informationsschwelle) und empfindlichen Personen von längeren und besonders anstrengenden Tätigkeiten im Freien abgeraten wird. Ab einer Konzentration von 360 µg/m3 wird diese Warnung an die gesamte Bevölkerung gerichtet (Alarmschwelle). Nach der Sommersmogverordnung des Bundes (1995), gültig bis 31.12.1999 wurden bei einem Ozongrenzwert von 240 µg/m3 Luft Fahrverbote für Autos ohne Katalysator und für veraltete Dieselfahrzeuge ausgesprochen (Eingriffsschwelle). Ausnahmen galten für Berufspendler und Urlaubsreisende.

Quelle: Umweltbundesamt Berlin 1995

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