Amalgamdiskussion
Presseerklärung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ist die älteste und größte wissenschaftliche Gesellschaft im Bereich der Zahnheilkunde in Deutschland. Deshalb sehen wir es als unsere Pflicht an, zu den derzeitigen Amalgamdiskussionen eine eindeutige Position zu beziehen.

Amalgam wird seit über 150 Jahren in der zahnärztlichen Praxis eingesetzt. Hervorzuheben sind die hohe Haltbarkeit, die einfache Verarbeitbarkeit und die geringen Kosten. Trotz intensiver Forschung ist es bisher noch nicht gelungen, eine Alternative, die Amalgam vollständig ersetzen könnte, zu finden.

Eine Einschränkung der Amalgamanwendung bei Gebärfähigen käme in der praktischen Konsequenz einem Verbot gleich. Bevor eine derartige Entscheidung getroffen wird, müssen insbesondere die internationalen Forschungsergebnisse berücksichtigt werden.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund, Amalgam oder ein anderes Füllungsmaterial nicht mehr zu verwenden. Zum derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse beruft sich die DGZMK u.a. auf jüngste Berichte des "Swedish National Board of Health and Welfare (Schweden)" und des "Department of health and Human Services" (USA). In beiden umfassenden Untersuchungen konnte keine Beeinflussung der Gesundheit durch Amalgam nachgewiesen werden. In seltenen Fällen kann es - wie bei jedem anderen Füllungsmaterial auch - zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen.

Daher fordert die DGZMK, daß Amalgam ohne Einschränkung verfügbar bleibt, daß jedoch Zahnarzt und Patient gemeinsam und im Einzelfall aus den verfügbaren Werkstoffen den jeweils geeigneten Werkstoff auswählen.

In Dänemark und Schweden soll aus umweltpolitischen Gründen in naher Zukunft Amalgam verlassen werden, wenn eine Alternative zur Verfügung steht (Dänemark). Dieser politisch motivierten Regelung können wir uns anschließen,
wenn


Weitere Einzelheiten sind in einem zweiseitigen Statement der DGZMK zusammengefaßt, das Ihnen auf Anfrage zugesandt wird.

Für Rückfragen:
Prof. Dr. Gottfried Schmalz
Tel.: 0941/944-6023

zurück zum Seitenanfang
zurück zur Übersicht Quecksilber / Amalgam
zurück zur Übersicht der Schwermetalle

weiter zum Umweltlexikon

zurück zu Schadstoffe A - Z