Blei (Pb)

Blei und seine Verbindungen gehören zu den starken Umweltgiften.
Im Bereich der Gewässerbelastung zum Beispiel stammen Blei-Belastungen in Kläranlagen aus Abschwemmungen von Straßen und Dächern. Das Blei akkumuliert sich, wie andere Schwermetalle auch, in Klärschlämmen, Sedimenten aber auch in Lebewesen. Überschreitungen des Grenzwertes von Blei im Trinkwasser können in Altbauten auftreten, in denen das Trinkwasser noch durch Blei-Rohre geleitet wird. Die Einleitung von Blei mit Abwasser ist ab 01. 01. 1990 nach dem Abwasserabgabengesetz abgabepflichtig.
Besonders problematisch für die Luftbelastung sind die mit den Kraftfahrzeugabgasen (Bleitetraethyl), durch Abfallverbrennung und andere Feuerungsanlagen sowie durch bleiverarbeitende Betriebe (z.B. Akkumulatorenherstellung) in die Umwelt gelangenden Belastungen.
Blei wird neben diesen Anwendungen in der Bildschirmherstellung und im Strahlenschutz verwendet.
Schwere Bodenbelastungen entstehen zum Beispiel immer wieder bei Korrosionsschutzmaßnahmen an Stahlbauten, wenn durch das Sandstrahlen große Mengen Bleimennige in die Umwelt gelangen.
Die Umweltbelastung durch Blei ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.
Eine deutliche Entlastung der Umwelt wurde durch die Verwendung unverbleiter Kraftstoffe sowie durch den Ersatz von Bleimennige durch blei- und chromatarme Korrosionsschutzstoffe (Umweltzeichen!) erzielt.

 

Blei im Blut der Kinder und Erwachsenen in µg/l
BG N Median 95-Perzentil GM
Kinder (6 bis 14 Jahre) D

15

713

33

62

32,3

AL

15

444

34

62

33,1

NL

15

269

29

66

30,4

Erwachsene (25 bis 69 Jahre) D

15

3 966

45

106

45,3

AL

15

2 481

46

104

45,3

NL

15

1 487

44

113

45,3

GM = geometrisches Mittel; Werte
Quelle: Umweltbundesamt

zurück zum Seitenanfang
zurück zur Übersicht Blei
zurück zur Übersicht der Schwermetalle

weiter zum Umweltlexikon

zurück zu Schadstoffe A - Z