Zur gesundheitlichen Bedeutung von Nitrofen
Quelle: BgVV 28.05.2002

Bild: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz

Zum Rückstandsverhalten von Nitrofen

Bei der Anwendung Nitrofen enthaltender Pflanzenschutzmittel im Getreideanbau wurden, auch bei höheren Aufwandmengen als in Deutschland seinerzeit zugelassen, im Getreidekorn keine nachweisbaren Rückstände bei einer Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg gefunden.

Nach sehr alten, nur als Zusammenfassung verfügbaren Fütterungsstudien an Geflügel über 10 Wochen mit radioaktiv markiertem Nitrofen in Dosierungen von 0,04, 0,12 und 0,47 mg/kg Futter wurde in Eiern nach 6 Wochen ein Rückstandsplateau von 0,02, 0,05 und 0,17 mg/kg gefunden. Der Hauptrückstand befand sich im Eigelb. Nach dem Schlachten der Tiere konnten in der untersten Dosierung in weißem Fleisch keine Rückstände, in Fett aber 0,18 mg/kg nachgewiesen werden. Da nur die Radioaktivität gemessen wurde, kann nicht gesagt werden, ob der Rückstand aus dem unveränderten Nitrofen und/oder aus Metaboliten bestand.

Es lässt sich daraus aber eindeutig ableiten, dass bei nachweisbaren Nitrofenrückständen in Futtermitteln Rückstände in Geflügel einschließlich Eiern nicht auszuschließen sind.

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