Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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- Brennstoffzelle -

Die Brennstoffzelle ist ein elektrochemischer Energieumwandler, der die chemische Energie eines Oxidationsorgans direkt in elektrische Energie umwandelt. Ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt und ausschließlich dort eingesetzt, erobert sich die B. heute immer breitere Einsatzfelder im zivilen Bereich der Stromerzeugung. So wird sie z.B. als Antriebssystem der Zukunft für Automobile diskutiert und teilweise schon angewandt. Der Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle liegt sehr viel höher als bei einem Verbrennungsmotor. Außerdem haben Brennstoffzellen keine bis geringe Schadstoffemissionen. B. werden i.a. mit Wasserstoff gespeist. Da Wasserstoff auch in fossilen Energieträgern enthalten ist, ist es auch möglich, letztere indirekt für das Betreiben einer B. zu nutzen. Durch Vorschalten eines Reformers wird der jeweilige Energieträger (bevorzugt Erdgas, Methanol) katalytisch in Wasserstoff umgewandelt. B. emittieren je nach Energieträger keine (bei Wasserstoff, wenn man den Herstellungsprozess ausklammert) oder nur geringe Schadstoffe. Es gibt verschiedene Typen von B. Man unterscheidet grob Hochtemperatur-, Mitteltemperatur- und Niedertemperaturbrennstoffzellen. Hoch- und Mitteltemperatur-Brennstoffzellen sind für den stationären Bereich vorgesehen. Für den mobilen Bereich, in Fahrzeugen, eignen sich Niedertemperatur-Brennstoffzellen Auf beiden Gebieten wird die B. in einzelnen Pilotprojekten bereits eingesetzt. Einer kommerziellen Verwendung stehen derzeit noch die überaus hohen Kosten gegenüber.

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