Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Elektroantrieb

Dieser Begriff wird i.a. für Straßenfahrzeuge mit Elektromotor verwendet. Im Gegensatz zu Schienenfahrzeugen wird der Motor von einer wiederaufladbaren Batterie gespeist (Ausnahme Oberleitungsbusse). Die notwendige Energie kann das Elektrofahrzeug i.a. an jeder beliebigen Steckdose »tanken«. Die Ladezeiten betragen i.d.R. zwischen 6 und 8 Stunden. Bei einigen Batterietypen sind Schnelladungen zwischen 1 und 2 Stunden an Anschlüssen mit verstärkter Leistung möglich. Mit den gebräuchlichsten Batterietypen, der Blei- und der Nickel-Cadmium-Batterie, können mit einem Elektro-PKW 60 bis 100 km zurückgelegt werden. Andere Batterietypen, die derzeit jedoch kaum kommerziell genutzt werden, da noch zu teuer, erlauben Reichweiten bis zu 200 km. Im Ausgleich zur eingeschränkten Reichweite spricht für Elektrofahrzeuge deren Geräuscharmut und deren Emissionsfreiheit am Einsatzort. Jedoch sind die Schadstoffe zu berücksichtigen, die im Kraftwerk für den jeweils benötigten Stromverbrauch entstehen. Deshalb ist es ideal, wenn, wie z.B. in Berchtesgaden oder Oberstdorf, bei den dort eingesetzten Elektrobussen die Energie aus nichtfossilen Energieträgern, in diesem Fall aus Solartankstellen, bezogen werden kann. Einsatzpotentiale ergeben sich für Fahrzeughalter, die regelmäßig bestimmte (dem Batteriepotential entsprechende) Strecken zurücklegen.

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