Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Fahrrad-Infrastruktur

Da sich das Fahrrad als eine der Alternativen zum Auto in Städten wieder großer Beliebtheit erfreut, stellt sich auch die Verkehrsplanung zunehmend darauf ein: In vielen europäischen Städten wird eine regelrechte Fahrrad-Infrastruktur ausgebaut; dazu gehören die ausschließlich für Fahrradfahrer geschaffenen Fahrspuren (Fahrradstreifen und Fahrradwege), separate Überbrückungsmöglichkeiten oder Untertunnelungen bei Hauptverkehrsstraßen, eigene Durchlässe, die für den Autoverkehr gesperrt sind, eigene Abbiegemöglichkeiten und Grünvorlauf an Ampeln sowie »aufgeblasene Fahrradstreifen«, bei denen sich Radler vor einer Ampel sammeln und zügig vor den Autos eine Kreuzung passieren können. Zu einer guten Fahrrad-Infrastruktur gehört insgesamt ein möglichst eigenständiges und vom übrigen Verkehr abgetrenntes Netz (Separationsprinzip), das aber auch mit anderen Verkehrswegen kombiniert werden kann, etwa als gemeinsamer Fuß- und Radweg. Ein perfektes Radwegenetz verfügt über ein eigenes Leitsystem mit Orts-, Wege- und Entfernungsangaben. Sogar eigene Fahrrad-Parkhäuser sind heute in der Planung; sie sollen in Fahrradstationen eingebettet werden, die von Abstell- über Reparaturmöglichkeiten bis hin zur Vermietung und einem Fahrradkurierdienst (Velo) praktische Serviceleistungen bieten. Im Bereich der Bundesbahn ist eine Mitnahme von Fahrrädern inzwischen in beinahe allen Zügen problemlos möglich, die Interregio-Züge haben sogar eigene Fahrradabteile.

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