Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Gülle

Gülle wird auch als Flüssigmist bezeichnet. Es stellt ein Gemisch aus Kot, Harn, Wasser, Einstreuresten und Futterbestandteilen aus der Viehhaltung dar. Im Gegensatz dazu besteht Jauche zum einen Teil aus Harn, zum anderen aus Sickersaft des Festmiststapels, Wasser verschiedener Herkunft. Sie kann Kot- und Streubestandteile enthalten. Häufig wird Gülle als wirtschaftseigener Dünger verwandt. Einzelheiten regelt eine erst vor kurzem erlassene Düngeverordnung der Bundesregierung. Danach darf ein Düngemittel zeitlich und mengenmäßig nur so eingesetzt werden, daß die darin enthaltenen Nährstoffe, insbesondere Nitrat, von den Pflanzen weitestgehend ausgenutzt werden und Einträge in Gewässer (Grundwasser, Oberflächengewässer) vermieden werden. Auch bei unsachgemäßer Handhabung und Lagerung der Gülle können Umweltschäden an Boden, Wasser und Luft auftreten. Das Bauordnungsrecht verlangt deshalb beim Bau von Güllegruben oder -behältern Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. Einzelne Hersteller bieten auch Gülleverwertungsanlagen an, die das in der Gülle vorhandene Wasser einleitfähig machen, die Nährstoffbestandteile zu gezielt einsetzbaren Düngern aufbereiten und das anfallende Biogas zur Energieerzeugung nutzen.

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