Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Ozon

Ozon stellt mit einem Anteil von 70-80% die Hauptkomponente des als »Sommersmog« bezeichneten Photooxidantiengemisches dar. Während Ozon in der Stratosphäre durch energiereiche UV-Strahlung direkt aus Sauerstoff (O2) entsteht, erfolgt seine Bildung in der unteren Troposphäre unter dem Einfluß elektromagnetischer Strahlung bei Anwesenheit von Stickstoffoxiden (NOX) und flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen. Sommersmog kann je nach Konzentration, Einwirkungsdauer und körperlicher Anstrengung zu verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die sich auf zwei Bereiche verteilen:

Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon ist nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Ca. 10% der Bevölkerung (sog. Responder) weisen gegenüber Ozon eine erhöhte Empfindlichkeit auf. Responder sind in allen Altersgruppen und bei Gesunden wie Kranken zu finden. Chronisch Lungenkranke (z.B. Asthmatiker) reagieren nicht grundsätzlich empfindlicher auf Ozon als Gesunde.

Wirkungsstudien belegen, daß sich die genannten Ozonwirkungen bei den in Bayern auftretenden Ozonkonzentrationen vollständig zurückbilden. Nach der EG-Richtlinie »Ozon« ist eine Information der Öffentlichkeit bei Stundenmittelwerten ab 180 µg/m3, die Auslösung einer Warnung ab 360 µg/m3 vorgesehen. Der Schwellenwert für die Information wird im Sommer regelmäßig überschritten, der Warnwert wurde in Bayern bislang nicht erreicht.

Seit Sommer 1995 sieht das Bundes-Immissionsschutzgesetz die Verhängung von Verkehrsverboten für nicht-schadstoffarme Kraftfahrzeuge dann vor, wenn großräumig eine Ozonkonzentration von 240 µg/m3 überschritten wird. Dabei sollen bei meteorologischen Extremsituationen einzelne Spitzenbelastungen durch Ozon vermieden werden.

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