Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A  B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y  Z

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Wären besser unter der Bezeichnung Schädlingsbekämpfungsmittel zu führen. Gebräuchlich in Fachkreisen ist auch der Ausdruck Pestizid. Sie dienen zum Schutz von Kulturpflanzen. Man unterscheidet: Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilze) und Herbizide (gegen Wildkräuter) u.v.m. Diese Einteilung täuscht eine gezielte Giftwirkung auf die genannten Organismen vor, die aber selten gegeben ist, da Pflanzenschutzmittel in grundlegende Stoffwechselvorgänge eingreifen. Für den Umweltschutz von besonderer Bedeutung: Bei der Anwendung erreicht nur ein Teil der Pflanzenschutzmittel sein Ziel, der andere dringt in den Boden ein und gelangt durch Auswaschung ins Grundwasser. Viele der in Pflanzenschutzmitteln enthaltenen Giftstoffe wie chlorierte Kohlenwasserstoffe haben die Eigenschaft, sich in der Nahrungskette anzureichern. Das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmittel regelt eine EG-Richtlinie aus dem Jahr 1991. Die Verwendung von Pflanzenschutzmittel außerhalb einer land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung bedarf einer Ausnahmegenehmigung (z.B. Sportanlagen).

zurück zum Seitenanfang
zurück zu Buchstabe -P- des Umweltlexikons
zurück zum Inhaltsverzeichnis des Umweltlexikons