Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Rapsöl

Rapsöl gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen. Es wird aus Raps durch Pressen gewonnen und ist als alternativer Treibstoff einsetzbar. Dies kann in speziell konstruierten Motoren (z.B. Elsbett) zur Krafterzeugung in Stationen (BHKW) und mobilen Aggregaten (Kfz) verwendet werden. Damit es in herkömmlichen Dieselmotoren verwendet werden kann, muß es in Rapsölmethylester (RME) umgewandelt werden

Der Einsatz von Rapsöl und Rapsölmethylester (RME), der auch als Biodiesel verwendet wird, hat als Kraftstoff bedeutende Vorteile gegenüber herkömmlichen fossilen Treibstoffen. So sind Rapsöl und RME biologisch abbaubar und weisen eine geringere Ökotoxizität auf (Wassergefährdungsklasse 0 bei Rapsöl, 1 bei RME) als Dieselkraftstoff. Außerdem sind diese regenerierbaren Energieträger infolge des nahezu geschlossenen Kohlenstoffkreislaufs annähernd Kohlendioxid-neutral. Von Vorteil sind weiterhin eine große Lager- und Transportsicherheit durch den hohen Flammpunkt von mehr als 300 °C und der sehr geringe Schwefelgehalt. Das StMLU vergab 1995 aufgrund vermuteter Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Fahrpersonal durch Abgase biodieselbetriebener Motoren ein einschlägiges humanökologisches Forschungsvorhaben. Zusammenfassend haben die Untersuchungen ergeben, daß keine relevanten unterschiedlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen beim Einsatz von Biodiesel im Vergleich mit Dieseltreibstoff bestehen.

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