Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Risikoproportionale Vorsorge

Emissionsbegrenzende Anforderungen aus Gründen der Vorsorge können nicht uneingeschränkt gefordert werden. Der im Verfassungsrecht verankerte Grundsatz der Verhältnismäßigkeit von Mittel und Zweck ist stets zu beachten. Die Vorsorge muß daher nach Umfang und Ausmaß dem Risikopotential der Immissionen, die sie verhindern soll, proportional sein (»risikoproportionale Vorsorge«). Bezogen auf industrielle oder gewerbliche Anlagen kann die risikoproportionale Vorsorge vereinfacht durch Begrenzung von Emissionsmassenströmen und Emissionsmassenkonzentrationen erfolgen; je höher das Wirkungspotential eines Stoffes ist, umso geringer müssen die zulässigen Emissionsmassenströme und -konzentrationen sein. Beispiel: Staubförmige anorganische Stoffe werden nach Nr. 3.1.4 TA Luft entsprechend ihrem Risikopotential in drei Klassen eingeteilt mit jeweils unterschiedlichen Massenstromschwellen und Massenkonzentrationen:

Cadmium: 1 g/h 0,2 mg/m3
Arsen: 5 g/h 1 mg/m3
Antimon: 25 g/h 5 mg/m3

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