Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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SNCR-Verfahren

Maßnahme zur Entstickung von Rauchgasen. NOx-Reduktion meint zwar die Entfernung aller Stickstoffoxide, doch sind bei Verbrennungsvorgängen NO (95%) und NO2 die wichtigsten Vertreter. Das selektive, nicht-katalytische Reduktionsverfahren (SNCR-Verfahren) ist ein trockenes Rauchgasreinigungsverfahren, bei dem Ammoniak oder Harnstoff in den Abgasstrom eingedüst wird. Reaktionsprodukte sind Stickstoff und Wasserdampf. In der Praxis von noch größerer Bedeutung ist das SCR-Verfahren. Es handelt sich dabei um die selektive katalytische NOx-Reduktion. Im Prinzip funktioniert dieses Verfahren ähnlich dem SNCR-System. Zum Einsatz kommt allerdings ein Katalysator (Waben- oder Plattenbauweise), der zumindest für einen der Reaktionspartner (Ammoniak / Stickstoffoxide) die Aktivierungsenergie herabsetzt, was sich in einer beschleunigten Umsetzung in Stickstoff und Wasserdampf niederschlägt. Neuerdings werden diese Verfahren, die sich in Kraftwerken bewährt haben, in Kfz (Nutzfahrzeugen) erprobt (Denox-Kat).

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