Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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TA Siedlungsabfall

Die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TA Siedlungsabfall / TASi) ist eine Verwaltungsvorschrift des Bundes zur Verwertung, Behandlung und sonstigen Entsorgung von Siedlungsabfällen. Damit soll sichergestellt werden, daß Hausmülldeponien (Deponie) von heute nicht zu Altlasten von morgen werden. In Zukunft ist nur noch die Ablagerung von solchen Stoffen gestattet, die nach heutiger Kenntnis keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Abfälle, auch Klärschlämme, die diesen Anforderungen (Glühverlust < 3% für Deponieklasse 1 bzw. > 5% Deponieklasse 2) nicht genügen, müssen grundsätzlich vorbehandelt werden. Dies hat den vermehrten Einsatz von thermischen Behandlungsanlagen, z.B. Müllverbrennungsanlagen, für den stofflich nicht verwertbaren Restmüll zur Folge. Zwecke der TASi sind ferner u.a.: nicht vermiedene Abfälle soweit wie möglich zu verwerten, den Schadstoffgehalt der Abfälle so gering wie möglich zu halten, die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Zur mittelfristigen Anpassung der kommunalen oder regionalen Siedlungsabfallwirtschaft an den Standard der TASi dienen Altanlagenregelungen (z.B. Nachrüstung vorhandener Entsorgungsanlagen) sowie Übergangsvorschriften, wonach spätestens im Jahr 2005 kein Hausmüll mehr unbehandelt abgelagert werden darf.

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