Umweltlexikon
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

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Thermoselect

Dieses Abfallbehandlungsverfahren stellt eine Kombination aus Pyrolyse und Hochtemperaturvergasung dar. Es weist gewisse Parallelen zum Schwel-Brenn-Verfahren auf, hat aber in Details dennoch große Abweichungen. Die in einem Pyrolysekanal gepreßten Abfälle werden bei maximal 600 °C verschwelt und fallen am Kanalende unmittelbar in den Hochtemperaturreaktor. Zusammen mit den Schwelgasen werden sie dort bei Temperaturen bis zu 2 000 °C mit reinem Sauerstoff zu Synthesegas umgesetzt. Schmelzflüssige Schlacke und Eisenlegierung werden am Reaktorfuß abgezogen und können nach Erkalten verwertet werden. Das Synthesegas selbst wird zur Energieerzeugung herangezogen. In Ansbach ist der Bau einer Thermoselect-Anlage geplant, die entsprechende Genehmigung liegt vor.

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