Radioaktivität
Polonium (84Po)
Erklärung des britischen Gesundheitsamtes zu Polonium-210

Bild: gsf

27. November 2006


Die "Health Protection Agency", das öffentliche Gesundheitsamt Großbritanniens, hat die Öffentlichkeit über Fragen der öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit dem Tod von Alexander Litwinenko am 23. November informiert. Ausgehend von den Ergebnissen weiterer Auswertungen sind diese Informationen nun aktualisiert worden.

Geringe Mengen radioaktiven Materials sind in einigen wenigen Bereichen des Sushi-Restaurants "Itsu", 167 Piccadilly, London, in einigen Bereichen des Millennium-Hotels am Grosvenor Square in London sowie in der Wohnung von Alexander Litwinenko in Muswell Hill, London, gefunden worden.

Die Health Protection Agency bittet daher alle Personen, die sich am 1. November in der Pine-Bar oder dem Restaurant des Millennium-Hotels aufgehalten haben, sich direkt mit dem Nationalen Gesundheitsdienst - National Health Service NHS - Großbritanniens unter der Telefonnummer 0845 4647 (oder per E-Mail über die NHS Direct website, falls eine Verbindung mit dieser Nummer von Deutschland aus nicht möglich ist) in Verbindung zu setzen. Hier wird man Ihnen sagen, was Sie tun müssen.

Bei der gefundenen Substanz handelt es sich um Polonium-210. Professor Sir Liam Donaldson, der Chief Medical Officer, der oberste Gesundheitsbeamte Großbritanniens, hat an die Arztpraxen von Allgemeinmedizinern und an die Krankenhäuser Informationen über die Risiken und klinischen Implikationen des Kontakts mit Polonium 210 herausgegeben.

Die Health Protection Authority kann der Öffentlichkeit versichern, dass die Gefahr, mit Polonium-210 in Kontakt gekommen zu sein, gering ist. Polonium ist nur dann ein radiologisches Risiko, wenn es in den Körper gelangt, z.B. durch Einatmen, bei der Nahrungs-/Flüssigkeitsaufnahme oder über eine Wunde. Solange Polonium-210 sich außerhalb des Körpers befindet, stellt es kein radiologisches Risiko dar. Am Körper bzw. an der Kleidung oder an Gegenständen anhaftende Spuren von Polonium-210 können zum größten Teil durch Waschen beseitigt werden.

Die Behörde lässt auch die klinischen Bereiche der beiden Krankenhäuser untersuchen, in den Alexander Litwinenko behandelt wurde.

Die Polizei setzt inzwischen ihre Ermittlungen fort. Die Gesundheitsbehörde wird die Öffentlichkeit weiter entsprechend informieren.

Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie auf den Webseiten www.nhsdirect.nhs.uk und www.hpa.org.uk

Die Erklärung der Health Protection Agency ist auch unter www.hpa.org.uk/pressreleases veröffentlicht.

 

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