Radioaktivität
Wie Radon entsteht und sich ausbreitet
Quelle: Schweizer Bundesamt für Gesundheit, CH-3003 Bern

 

Wie Radon entsteht

Radon ist ein im Boden vorkommendes radioaktives Edelgas. Das Ausgangselement für die Radon-Zerfallsreihe ist Uran. Uran ist in geringsten Mengen im Untergrund vorhanden. Beim natürlichen Zerfall von Uran entstehen über eine Reihe von Folgeprodukten Radium und daraus Radon. Radon-Atome können weiter zerfallen. Es entstehen Polonium, Wismuth und Blei (Information). Diese sogenannten Radon-Folgeprodukte sind auch radioaktiv und schweben in der Atemluft. In Innenräumen lagern sie sich allmählich an Gegenständen, Staubpartikeln und feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolen, ab. Sie können beim Einatmen in die Lunge geraten, sich auf dem Lungengewebe ablagern und dieses bestrahlen. Dies kann zu Lungenkrebs führen

Wie Radon sich ausbreitet

Großer Einfluß der Bodenbeschaffenheit: je durchlässiger der Untergrund, desto eher kann Radongas bis zur Erdoberfläche aufsteigen. Eine hohe Durchlässigkeit finden wir bei feinsten Hohlräumen (Poren), bei grösseren Hohlräumen (Spalten, Klüften, Schutthalden oder in Bergsturzgebieten) und in Karstgebieten oder Höhlensystemen. Durch dichte Tonschichten dringt das Radon kaum hindurch.

Lokale Unterschiede sind deshalb sehr ausgeprägt. Gebiete in der Schweiz mit erhöhten Radonkonzentrationen befinden sich hauptsächlich in den Alpen und im Jura. Aber auch im Mittelland wurden vereinzelt hoch belastete Gebäude gefunden.