Radioaktivität
Tschernobyl - 20 Jahre danach
Wie kam die "Tschernobyl-Radioaktivität" zu uns nach Bayern?
Quelle: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz

Bei der Kernspaltung entstehen zahlreiche sogenannte radioaktive Spalt- und andere Produkte. Einige davon, so auch das Cäsium 137, haben niedrige Schmelz- und Siedetemperaturen. Besonders solche Produkte lagern sich gerne an Schwebeteilchen in der Luft an, aber natürlich nur wenn sie (z. B. bei dem Reaktorunfall von Tschernobyl) dazu die Gelegenheit erhalten, d. h. wenn sie mit der Luft in Kontakt treten können.
Durch das im Reaktorblock wütende Feuer und den damit verbundenen Aufwind sowie durch das aufgerissene Dach verursacht wurden Schwebeteilchen und damit auch bestimmte Spaltprodukte wie das Cäsium in die höheren Luftschichten transportiert. Die dort zum Zeitpunkt des Unglücks vorherrschenden Winde haben dann die Radioaktivität nach Bayern (unter anderem) verfrachtet.
Am 29./30.04.1986 erreichte die luftgetragene Radioaktivität schließlich Bayern. An diesen Tagen herrschte, und zwar ganz unterschiedlich in Bayern verteilt, eine Gewitterwetterlage vor. Durch die damit verbundenen starken Niederschläge wurden die Schwebeteilchen und damit auch die angelagerte Radioaktivität ausgewaschen und mit dem Regen auf dem Boden, abhängig vom Vorhandensein oder der Stärke der Niederschläge, abgelagert.
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