Radioaktivität
Tschernobyl - 20 Jahre danach
Was bewirkte die abgelagerte "Tschernoby-Radioaktivität" in Bayern?
Quelle: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz

Die Beantwortung dieser Frage in allen Einzelheiten würde den Rahmen dieser Darstellung bei weitem sprengen. So müsste man auch die psychologischen Auswirkungen auf die Bevölkerung schildern, z. B. Fluchtverhalten durch Flüge zum Teil bis nach Übersee, ohne dass die damit verbundene Strahlenbelastung durch die Flüge selbst (siehe Kasten ) einkalkuliert worden wäre. Wir wollen uns daher hier nur auf die wichtigsten radiologischen (d. h. durch die Radioaktivität verursachten) Auswirkungen beschränken und zwar indem wir die Bedeutung und Entwicklung der einmal am Boden deponierten Radioaktivität in strahlenhygienischer Hinsicht beleuchten.

Strahlenbelastung durch Flüge

Die normale Reiseflughöhe beträgt etwa 10 km. In dieser Höhe ist man der kosmischen Strahlung (hauptsächlich ausgehend von der Sonne) stärker ausgesetzt als am Boden, da die abschirmende Wirkung von 10 km Luftsäule fehlt. Daraus folgt, dass man bei Flugreisen eine zusätzliche Strahlenbelastung erfährt, die zwar gering, aber nicht ganz vernachlässigbar ist.
Ein Maß für die Strahlenbelastung ist die sog. Dosis in Einheiten von µSv (mikroSievert = 1 Millionstel Sievert).

Beispiele:

Flug München - Mallorca - München 6 µSv
Sonstige innereuropäische Flüge unter 10 µSv
Flug nach USA 50 - 80 µSv


Zum Vergleich:

Dosis durch Verzehr einer Wildbretmahlzeit (500 g), die mit Cs-137 in Höhe des EU-Grenzwertes von 600 Bq pro kg Wildfleisch belastet ist 3,9 µSv
Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule 2.000 µSv
Computer-Tomographie, Rumpf bis 20.000 µSv
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