Radioaktivität
Tschernobyl - 20 Jahre danach
Aktivitätswerte in Frisch- und Schalenobst
Quelle: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz

In Abbildung 19 sind die zeitlichen Verläufe der Jahresmittelwerte der spezifischen Cäsium-137-Aktivitäten in Frischobst und in Haselnüssen (stellvertretend für Schalenobst) basierend auf 3.583 Einzeluntersuchungen, zusammengestellt. Insgesamt wurden 722 Haselnuss-, 858 Steinobst- (Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen, Schlehen etc.) und 671 Kernobstproben (Äpfel und Birnen) ausgewertet. Von Beerenobst wurden von Himbeeren 166, von Brombeeren 86, von Erdbeeren 337, von Johannisbeeren (rot, schwarz und weiß) 600 sowie von Stachelbeeren 143 Proben untersucht.

Abb. 19: Zeitlicher Verlauf der Cs 137-Kontamination von Frisch- und Schalenobst aus Bayern.

Wie aus der Grafik der Abbildung 19 zu erkennen ist, weisen heute alle Frischobstsorten im Allgemeinen Cäsium-137-Werte von weniger als 1 Bq/kg FM auf. Die im Jahre 1993 teilweise zu verzeichnenden Anstiege sind durch zwei Ausreißer bei gleichzeitiger geringer Probenanzahl bedingt. Haselnüsse haben heute im Allgemeinen Cäsium-137-Gehalte unter 5 Bq/kg FM.

In Abbildung 20 ist die landesweite durchschnittliche Cäsium-137-Kontaminationsverteilung aller im Jahre 2004 untersuchten Frischobstsorten dokumentiert.

Abb. 20: Vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelte räumliche Verteilung der mittleren Cäsium-137-Kontamination von Frischobst im Jahre 2004.

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