Elektromagnetische Felder
Mobilfunk und Sendetürme

Wie werden Grenzwerte festgelegt?

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Schnurlose Telefone für Haus und Garten übertragen die Sprache aus dem normalen Telefonnetz per Funk zum Hörer (DECT-Standard, Reichweite bis 300 m, vgl. Tabelle). Die verwendeten Sendeleistungen sind dabei so gering, dass international empfohlene Grenzwerte deutlich unterschritten werden. Ein Verzicht auf schnurlose Telefone trägt zur Minimierung der persönlichen Strahlenexposition bei.

Hochfrequente (HF-) Felder werden vom menschlichen Körper absorbiert und führen zur Erwärmung von Körpergewebe. Experimente haben gezeigt, dass gesundheitliche Wirkungen von HF-Strahlung auftreten können, wenn sich einzelne Körperbereiche oder das gesamte Körpergewebe um mehr als 1°C erwärmen (thermische Effekte). Bei Überschreiten dieses Schwellenwertes über einen längeren Zeitraum können Stoffwechsel und Nervensystem gestört werden. Unter extremen Bedingungen kann sich beim Auge grauer Star entwickeln. Bei starken HF-Feldern kann auch die embryonale Entwicklung gestört werden. Unterhalb der Schwellenwerte wurden bisher keine gesicherten schädlichen Gesundheitswirkungen durch HF-Strahlung nachgewiesen. Nichtthermische ("athermische") Effekte wurden untersucht.

International festgelegte Basisgrenzwerte der "spezifischen Absorptionsrate" (SAR-Werte) berücksichtigen wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen auf die Gesundheit - sowohl thermischer als auch nichtthermischer Art.

Basisgrenzwerte: Für die allgemeine Bevölkerung wird die "spezifische Absorptionsrate"- SAR - auf 0,08 W/kg begrenzt - über den ganzen Körper gemittelt. Für Teilkörperbereiche - wie den Kopf - sind 2 W/kg zulässig - gemittelt über 10g Körpergewebe.

Um die Einhaltung der Basisgrenzwerte zu überprüfen, arbeitet man in der Praxis mit gut messbaren abgeleiteten Grenzwerten der elektrischen und magnetischen Feldstärke: Diese sind festgelegt in der "Verordnung über elektromagnetische Felder" (26. BImSchV). Werden die Grenzwerte der 26. BImSchV eingehalten, so ist auch die Einhaltung der Basisgrenzwerte gewährleistet.
 

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