Elektromagnetische Felder
Mobilfunk

Basisstationen
(Sendemasten)
 

Im Gegensatz zu Rundfunk und TV, deren Sendetürme in der Regel Reichweiten von mehreren 100 Kilometer haben, muss beim Mobilfunk ein sogenanntes „zellulares Netz“ mit einer Vielzahl von Funkzellen aufgebaut werden, die untereinander koordiniert sind (siehe Abb.). Jede Funkzelle hat ihre eigenen Funkfrequenzen, damit sich Gespräche von Nachbarzellen nicht gegenseitig stören. Aufgrund der physikalischen Gesetze der Wellenausbreitung im Frequenzbereich des Mobilfunks und der begrenzten Sendeleistung des Handys ist der Radius einer derartigen Funkzelle beschränkt (von wenigen 100 Metern in Ballungsgebieten bis zu 15 Kilometer und mehr auf dem Land). Verantwortlich für die Versorgung der Funkzelle ist die Basisstation, deren Antennen auf einem Masten, Schornstein oder Dach installiert sind. Der Handy-Anrufer gibt die gewünschte Telefonnummer ein, welche als elektromagnetische Welle zur nächsten Basisstation gesendet wird.


 

Die einzelnen Basisstationen sind untereinander und mit der zentralen Vermittlungsstelle des Netzbetreibers per Kabel oder Richtfunk, genau wie beim herkömmlichen Telefonnetz, verbunden. Sie übergeben das Gespräch im Mobilfunknetz an den Empfänger oder an andere Telefonnetze.

Die Antennen senden je nach Funksystem mit unterschiedlich hohen Leistungen. Diese liegen je nach System und Reichweitenanforderungen im Bereich von wenigen Watt bis zu ca. 50-100 Watt (im Vergleich zu Rundfunk- und TV-Sendeleistungen von bis zu mehreren Millionen Watt). Die Netzbetreiber tendieren zu einer Verringerung der Sendeleistungen der Mobilfunk-Basisstationen bei gleichzeitiger Verkleinerung der Zellen. Dies macht eine zusätzliche Bereitstellung von Basisstationen nötig, reduziert aber auch die Exposition im Nahbereich der Antenne und beim Handy und verbessert den Handyempfang.

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