Elektromagnetische Felder
Mobilfunk

Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit
 

Unter internationalen Experten ist man sich einig, dass die Energieabsorption begrenzt werden muss, um den Menschen vor der Einwirkung von Hochfrequenzstrahlung zu schützen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) haben gemeinsam eine Bewertung der wissenschaftlichen Befunde über mögliche gesundheitliche Auswirkungen der Mobilfunk-Strahlung vorgenommen. Auf der Grundlage dieser Bewertung hat die Internationale Strahlenschutzkommission ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) Grenzwertempfehlungen erarbeitet. Dabei wurden alle vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse geprüft, bewertet und berücksichtigt. Die Empfehlungen wurden zwischenzeitlich von weiteren internationalen und nationalen Gremien bestätigt. Die Grenzwertempfehlungen basieren auf der Dominanz der thermischen Effekte, d.h. auf der Erwärmung des Gewebes durch Hochfrequenzstrahlung.

Nach dem heutigen Erkenntnisstand beeinflussen hochfrequente elektromagnetische Felder den menschlichen Organismus primär über thermische Wirkung. Nicht thermische Effekte werden beschrieben, ihre Bedeutung für das biologische System und die menschliche Gesundheit ist jedoch unklar. Aus den bestehenden Unsicherheiten ist die Forderung nach intensiver Fortführung insbesondere der biophysikalischen Forschung zu möglichen Wirkmechanismen auf zellulärer und subzellulärer Ebene abzuleiten.

Die Grenzwerte der 26. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) gewährleisten nach derzeit gesichertem Kenntnisstand den Gesundheitsschutz. Sie basieren auf der Dominanz thermischer Wirkung elektromagnetischer Felder. Die tatsächlich gemessenen Immissionen liegen in aller Regel weit unterhalb dieser Grenzwerte

Wegen der dargestellten Unsicherheiten ist es angebracht, auch unterhalb der genannten Grenzwerte aus Gründen der Gesundheitsvorsorge bestehende Möglichkeiten einer Expositionsminderung oder -minimierung zu suchen und zu nutzen.

Die mittlere Immissionsbelastung sollte umso niedriger ausfallen, je geringer der jeweilige mittlere Abstand zwischen Basisstation und Handy-Nutzer ist. Daraus ließe sich mit dem Ziel der Minimierung der Immissionsbelastung eine möglichst kleinräumige Versorgungsstruktur ableiten. Dabei handelt es sich freilich um Fragen der technischen Realisierung optimalen Immissionsschutzes, wobei auch Aspekte der Akzeptanz der Zahl der Standorte eine Rolle spielen. Mögliche Vorsorgeszenarien haben Wiedemann et al. (2001) in einer Studie im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums dargelegt.

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