Strahlung
Sonnenbrandgefahr nimmt zu
Gesundheitsamt warnt

UV

Vor allem älteren Mitbürgern wird bereits aufgefallen sein, dass im Ver­gleich zu früher Sonnenbrände heute rascher und intensiver auftreten. Diese werden durch unsichtbare ultraviolette Strahlung hervorgerufen, die von der Sonne zur Erde gelangt. Leider dringt immer mehr energie­reiche UV-B-Strahlung durch, weil die als Filter wirkende Ozonschicht in der Atmosphäre schwindet. So wird seit Beginn der Siebzigerjahre eine globale Abnahme der Ozonwerte von 0,2 bis 0,3 % pro Jahr beobachtet mit steigender Tendenz (zur Zeit in der Stratosphäre 1 % pro Jahr). Ur­sache hierfür sind bekanntlich chlor- und bromhaltige Verbindungen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Halone. Infolge der Ausdün­nung der Ozonschicht hat also die UV-Strahlung in den letzten Jahren um bis zu 20 % zugenommen. Das Gesundheitsamt ruft deshalb alle Bürger dazu auf, sich und vor allem ihre Kinder ausrei­chend vor Son­nenbränden zu schützen. Sonnenbrände sind nämlich nicht harm­los, da der Körper sich diese und die erhaltene UV-Dosis merkt mit der Gefahr vor­zeitiger Hautalterung oder sogar Krebsent­wicklung. Während 1960 nur jeder 600. Bürger im Lauf seines Lebens am Schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) erkrankte, ist es heute bereits jeder 100. (in Austra­lien sogar jeder 25., weshalb dort intensive Sonnenschutzmaßnahmen ergriffen wurden). UV-Strahlung kann auch die Augen schädigen. Je empfindli­cher der Hauttyp (helle Haut mit Sommersprossen, blaue Au­gen, rötliche Haare) ist, umso wichtiger sind Schutzmaßnahmen. Die Haut sollte lang­sam an längere Sonnenbe­strahlung gewöhnt werden. Gegebenenfalls sind die Mittagsstunden zwi­schen 12 und 15 Uhr im Schatten zu ver­bringen. Der beste Sonnen­schutz sind geeignete Klei­dung, Hut und Sonnenbrille. Un­bedeckte Kör­perpartien sollten minde­stens 30 Minuten vor dem Sonnen­bad mit Son­nenschutzmitteln einge­rieben werden. Für empfindliche und nicht licht­gewöhnte Haut wird min­destens Licht­schutzfaktor 15 empfoh­len – be­sonders auch für Klein­kinder. Aufent­haltsdauer im Freien und Sonnenschutz müssen selbst­verständlich auch im Kindergarten und beim Schulsport auf den emp­findlichsten Hauttyp in der Gruppe abgestimmt werden. Weitere Tips und Informationen zur Wirkung von UV-Strahlung, zum inter­nationalen UV-Index und zu den ver­schiedenen Hauttypen gibt es auf der Homepage des Gesundheits­amtes Garmisch-Partenkirchen unter www.gesundheitsamt.de. Dort kann auch die Badewasserqualität unse­rer 20 Badeseen abgerufen werden, die übrigens durchweg hervorra­gend ist.

Pressemitteilung Nr. 17 des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen vom 05.06.2002

 

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