Natürliche Badegewässer

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Einführung

Quellen der Belastung von Badegewässern
Flüsse
Seen
Überwachung der Badegewässer gemäß der EG-Richtlinie über die Qualität der Badegewässer
Leit- und Grenzwerte
Gesundheitliche Folgen der Badegewässerbelastung
Belastungssituation in Deutschland
Belastungssituation in bayerischen Badegewässern
Literatur

1. Einführung

Je schöner und heißer das Sommerwetter, desto mehr lockt der Ausflug zum nächsten Badesee. Doch wer stellt sicher, dass unsere Badeseen auch gesundheitlich unbedenklich sind? Wie oft wird die Wasserqualität der Badegewässer untersucht, wer ist dafür zuständig und wer informiert die Bevölkerung? Zu diesem Themenbereich sollen im folgenden einige Hintergrundinformationen gegeben werden.

Ein Schwimmer schluckt durchschnittlich rund 50 ml und ein Nichtschwimmer rund 30 ml Wasser; Kinder beim Herumtollen und auch nicht so ganz perfekte Surfer nehmen leicht ca. das Zehnfache und mehr auf. Bei diesen Mengen muß gewährleistet werden, dass keine Erkrankungsgefahr mit der Aufnahme besteht.

Im folgenden wird ausschließlich auf Badegewässer nach der EG-Richtlinie 76/160/EWG Bezug genommen, die dort wie folgt definiert sind:

"Badegewässer" sind die fließenden oder stehenden Binnengewässer sowie Teile davon oder Meerwasser, in denen das Baden

"Badegebiet" ist die Stelle, an der sich Badegewässer befinden. "Badesaison" ist der Zeitraum, "in dem unter Berücksichtigung der örtlichen Gepflogenheiten einschließlich der etwaigen örtlichen Badevorschriften sowie der meteorologischen Verhältnisse mit einem starken Zustrom von Badenden gerechnet werden kann".

Wasserproben werden aus den Badegewässern nicht regelmäßig auf den Gehalt aller in Frage kommenden Krankheitskeime überprüft, das wäre zu zeit- und kostenaufwendig. Da die Übertragung meist fäkal-oral stattfindet, bestimmt man den Grad der Fäkalienbelastung regelmäßig anhand von sogenannten Indikatorkeimen.

Neben den anerkannten EG-Badeplätzen gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Badestellen kleineren Ausmaßes, die ebenso, wenn auch nicht so häufig, von den Gesundheitsämtern überwacht werden.

Für Schwimmbäder (Hallenbäder und Freibäder) gilt nicht die EG-Richtlinie, sondern das Bundesseuchengesetz und die DIN-Norm 19643. Im Entwurf befindet sich eine "Verordnung über Schwimm- und Badebeckenwasser", in der Richtwerte und Grenzwerte für Pseudomonas, Legionellen, Escherichia coli und Trihalogenmethane (z. B. Chloroform) vorgesehen sind. Ausführlicher wird dazu in einer weiteren Hintergrundsinformation berichtet werden.

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2. Quellen der Belastung von Badegewässern

2.1 Flüsse

An Flüssen stammen fäkale Belastungen hauptsächlich aus der Nutzung als Vorfluter (Einleitung aus Kläranlagen, aus Regenentlastungen von Mischkanalisationen, aus Regenwasserkanälen von Trennkanalisationen und aus Straßenentwässerungskanälen). Hinzu kommen Kleineinleitungen aus abwassertechnisch nicht sanierten Orten und Einzelanwesen, überlaufende Jauche- und Güllegruben, aussickernde Dunglagen, Straßenabspülungen und Flächenabschwemmungen von Weiden und gedüngten Feldern. Hieraus und aus der Dynamik der Fließgewässer kann man bereits erkennen, dass eine Grenzwertüberschreitung der Keimbelastung in Flüssen zumindest zeitlich begrenzt leicht auftreten kann.

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2.2 Seen

Die überwiegende Mehrzahl natürlicher Seen, Baggerseen und Weiher eignen sind aus seuchenhygienischer Sicht zum Baden. Grenzwertüberschreitungen sind hier neben belasteten Zuflüssen, gelegentlichen Fischanfütterungen mit Schlachthofabfällen und dem Badebetrieb selbst vor allem auf Wasservögelansammlungen zurückzuführen. Die durchschnittliche tägliche Fäkalienmenge beim Menschen beträgt rund 150 g und enthält je Gramm 13 x 106 Fäkalcoliforme und 3 x 106 Fäkalstreptokokken. Von einer Ente werden täglich rund 336 g mit 33 x 106 Fäkalcoliformen und 54 x 106 Fäkalstreptokokken je Gramm ausgeschieden. Somit entspricht die Bakterienanzahl von Entenfäkalien der von sechs Menschen. Rein rechnerisch könnten - sofern die ganze Fäkalienmenge ins Wasser gelangt - 550 m³ Wasser mit einer Entenkotmenge grenzwertig belastet werden. Gerade kleinere Badeseen können die vielen Wasservögel im Rahmen der Selbstreinigung nicht mehr verkraften. Ursachen für die "unnatürlichen" Ansammlungen sind im unvernünftigen Füttern zu sehen, sowie darin, dass die Tiere in Badegebieten nicht bejagt werden können.

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3. Überwachung der Badegewässer gemäß der EG-Richtlinie über die Qualität der Badegewässer

1975 wurde die EG-Richtlinie "Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften über die Qualität der Badegewässer" (76/160/EWG) erlassen. Diese Richtlinie ist bindend für alle EU-Mitgliedstaaten und wird in Deutschland in allen Bundesländern umgesetzt. Die EG-Richtlinie wurde "zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit" erlassen, um die Verunreinigung der Badegewässer herabzusetzen und sie vor weiterer Qualitätsverminderung zu bewahren.

Die Richtlinie legt fest, auf welche Keime, mit welcher Methode und in welchem zeitlichen Rahmen bzw. unter welchen Bedingungen die Gewässer untersucht werden sollen und bei welchen Grenzwerten Maßnahmen einzuleiten sind. Dabei werden die Gewässer regelmäßig alle vierzehn Tage auf sogenannte Indikatorkeime hin untersucht. Bei den Indikatorkeimen handelt es sich um gesamtcoliforme (GC, Leitkeime für unspezifische Gewässerbelastung) und fäkalcoliforme (FC, Darmbakterien, die von Warmblütlern ausgeschieden werden) Bakterien. Regelmäßig wird daneben die Färbung, Sichttiefe, Phenole, Teer-Rückstände und schwimmende Gegenstände beobachtet. Neben diesen Untersuchungen bzw. Beobachtungen sollen die Badegewässer auf Streptokokken, Salmonellen, Darmviren, ph-Wert, Mineralöle, Ammoniak, Pestizide, Schwermetalle, Nitrate und Phosphate und weitere Parameter untersucht werden, jedoch nur, wenn die Analysen oder andere Umstände auf ein mögliches Vorhandensein dieser Stoffe oder auf eine Verschlechterung der Badewasserqualität schließen lassen.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat zu dieser EG-Richtlinie 1978 eine Bekanntmachung herausgegeben, in der die Einhaltung der Richtlinie bestimmt und Maßnahmen bei Überschreitungen der Leit- bzw. Grenzwerte festgelegt werden. Die Entnahme der Proben erfolgt in Bayern durch die Gesundheitsämter.

Die EG-Richtlinie ist derzeit in Überarbeitung. In der neuen EG-Richtlinie werden voraussichtlich u.a. folgende Änderungen aufgenommen:

4. Leit- und Grenzwerte

Die EG-Richtlinie gibt Leitwerte (G=guide) und Grenzwerte (I=imperativ) vor. Die Leitwerte betragen für die Indikatorkeime Gesamtcoliforme und Fäkalcoliforme 500 GC/100 ml und 100 FC/100 ml. Die Grenzwerte, bei denen geeignete Maßnahmen zur Senkung der Keimzahl eingeleitet werden müssen, sind 10.000 GC/100 ml und 2.000 FC/100 ml. Die Sichttiefe soll mindestens zwei Meter (Leitwert) betragen; der Grenzwert für die Sichttiefe beträgt einen Meter.

Dementsprechend können Gewässer nach seuchenhygienischer Sicht in folgende Kategorien eingeteilt werden:

5. Gesundheitliche Folgen der Badegewässerbelastung

Unterschiedliche Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Einzeller und Würmer können direkt über Fäkalien infizierter Menschen und Tiere oder indirekt über Abwässer und Abschwemmungen aus dem landwirtschaftlichen Bereich in Badegewässer gelangen. Die von den verschiedenen Erregern ausgelösten Krankheitssymptome sind vielfältig und reichen von Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Durchfall, Hautausschlägen, Atemwegsinfektionen bis hin zu teils lebensbedrohlichen Erkrankungen. Vor allem Stockenten sind auch bei der Entstehung von Hautausschlägen mit beteiligt, die gelegentlich massiv bei Badenden auftreten können. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Entenbilharziose, die durch Zerkarien (Gabelschwanzlarven) von Trichobilharzia szidati, einem Saugwurm, verursacht werden.

Durch zu hohe Phosphorgehalte kann es zu massivem Algenwachstum kommen. Algen scheiden gesundheitsschädliche (allergene und toxische) Stoffwechselprodukte aus, die neben obengenannten Symptomen auch bei der Entstehung von Tumoren mitbeteiligt sein können.

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6. Belastungssituation in Deutschland

Insgesamt werden in Deutschland 1915 Badegebiete an Binnengewässern überwacht (dazu kommen 444 Badegewässer an Küsten). Es wurden jedoch im Jahr 1994 nur an 1114 Meßstellen mit der in der Richtlinie vorgeschriebenen Häufigkeit Proben entnommen (siehe Tabelle 1). Hier entsprachen 903 (81 %) Proben den zwingenden Werten (d. h. unter den Grenzwerten) für gesamtcoliforme und fäkalcoliforme Bakterien. Dies sind nur 47 % aller ausgewiesenen 1915 Meßstellen.

Tab. 1: Entwicklung der mikrobiologischen, physikalischen und chemischen Parameter und Grenzwertüberschreitungen nach der EG-Richtlinie gemäß Analyse oder Besichtigung vor Ort in den Jahren 1991 bis 1994 in deutschen Binnengewässern (aus: Qualität der Badegewässer 1994)
 

Deutschland - Binnengewässer 1991  1992  1993  1994 
Parameter NK  NK  NK  NK 
Mikobiologische                
gesamtcoliforme Bakterien 887  299  1137  340  989  163  1117  145 
Fäkalkoliforme Bakterien 882  150  1179  174  1018  92  1128  83 
Streptococcus faec. 1 19  210  14  162  46  202  28 
Salmonellen 523  18  591  40  491  22  538  17 
Darmviren 135  110  70  50  49 
Physikalische und chemische                
pH 1226  88  1378  196  1398  178  1551  237 
Färbung 671  35  1041  96  903  75  980  117 
Mineralöle 682  1066  939  1073 
Tenside 683  29  1063  27  917  56  1047  39 
Phenole 668  10  846  923  1035 
Transparenz 739  393  844  414  814  320  932  401 
gelöster Sauerstoff 1 41  34  401  310  436  293  439  314 
Schwimmende Körper 1 193  748  677  781 
T = Zahl der Meßstellen mit der vorgeschriebenen Häufigkeit der Probennahme 
NK = Zahl der nichtkonformen Meßstellen 
1 Für diesen Parameter wurde nur ein Leitwert festgelegt
 
 
 

Total = Gesamtzahl der Meßstellen 

C(I) = Prozentsatz der Meßstellen mit Einhaltung der zwingenden Werte 

C(G) = Prozentsatz der Meßstellen mit Einhaltung der Leitwerte 

NC = Prozentsatz der Meßstellen ohne Einhaltung der zwingenden Werte 

I = Prozentsatz der Meßstellenmit unzureichender oder ohne Probennahme 

B = Prozentsatz der Meßstellen mit Badeverbot

Abb. 1: Entwicklung der Indikatorkeime in Deutschland (aus: Qualität der Badegewässer 1994)

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7. Belastungssituation in bayerischen Badegewässern

In Tabelle 2 sind die bayerischen Badegewässer gemäß der EG-Richtlinie 76/160/EWG aufgeführt. In Bayern sind derzeit 225 EG-Badegewässer erfaßt, die jährlich in zweiwöchigem Abstand achtmal überprüft werden, erstmals vierzehn Tage vor Beginn der Badesaison. Zuständig für die Beobachtung und Überprüfung sind in Bayern die Gesundheitsämter. Die Überprüfung umfaßt den augenfälligen Zustand, wobei auf die Wasserverfärbung, auf Geruch und Oberflächenfilmbildung durch Tenside, Phenolgeruch, Teerrückstände, Treibholz und sonstige Abfälle geachtet wird und die Sichttiefe bestimmt wird. Die entnommenen Wasserproben werden zur Untersuchung von FC und GC an die Landesuntersuchungsämter Nordbayern bzw. Südbayern gesandt. Bei Überschreitung der Leitwerte kann der Badebetrieb eingeschränkt oder, bei Überschreitung der Grenzwerte, das betroffene Badegebiet gesperrt werden.

Tab. 2: Badegewässer im Sinne der EG-Richtlinie 76/160/EWG in Bayern von: "Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit"
Ingolstadt (krfr. St.) Auwaldsee   Neuburg-Schrobenhausen Badeweiher
Ingolstadt (krfr. St.) Baggersee   Neuburg-Schrobenhausen Joshofener Weiher
München (krfr. St.) Fasaneriesee   Neuburg-Schrobenhausen Badesee Niederforst
München (krfr. St.) Feldmochinger See   Pfaffenhofen a. Ilm Baarer Weiher
München (krfr. St.) Langwieder See   Pfaffenhofen a. Ilm Ebenhausener Weiher
München (krfr. St.) Lerchenauer See   Pfaffenhofen a. Ilm Kreisweiher
München (krfr. St.) Regattasee   Pfaffenhofen a. Ilm Niederstimmer Weiher
München (krfr. St.) Ruderregattastrecke   Pfaffenhofen a. Ilm Heideweiher
München (krfr. St.) Isar bei Großhessel. Br.   Rosenheim Friedelsee
München (krfr. St.) Isar bei Reichenbachbr.   Rosenheim Penzinger See
München (krfr. St.) Isar bei Bogenhaus. Br.   Rosenheim Willinger Weiher
München (krfr. St.) Isarkanal   Rosenheim Langbürgner See
Altötting Wöhrsee   Rosenheim Hartsee
Altötting Marktler Badesee   Rosenheim Pelhamer See
Altötting Peracher Badesee   Rosenheim Hawaii-See
Bad Tölz-Wolfratshausen Schönauer Weiher   Rosenheim Einödsee
Bad Tölz-Wolfratshausen Walchensee   Rosenheim Unterlauser See
Bad Tölz-Wolfratshausen Bibisee   Rosenheim Kieferer-See
Bad Tölz-Wolfratshausen Stallauer Weiher   Rosenheim Hödenauer-See
Berchtesgadener Land Abtsdorfer See   Rosenheim Reischenharter-See
Dachau Baggerseee Eisoldzried   Rosenheim Baggersee-Wasserleite
Dachau Heiglweiher Amperpettb.   Rosenheim Niederaudorfer Baggersee
Dachau Waldschwaigsee   Rosenheim Hofstätter See
Dachau Karlsfelder See   Rosenheim Hochstrasser-See
Ebersberg Klostersee   Rosenheim Simssee
Ebersberg Kastenseeoner See   Rosenheim Soyensee
Ebersberg Bad Wiesmühle   Rosenheim Altensee
Ebersberg Steinsee   Rosenheim Rinssee
Ebersberg Badeweiher   Rosenheim Waldsee
Eichstätt Weinzierl-Weiher   Rosenheim Erlensee
Eichstätt Kratzmühler See   Rosenheim Köhler Bad
Erding Moosinninger Weiher   Rosenheim Staudhammer See
Erding Erlensee Lain   Starnberg Starnberger See
Erding Thenner Weiher   Starnberg Pilsensee
Freising Echinger See   Starnberg Wörthsee
Freising Kranzberger See   Starnberg Weßlinger See
Freising Waldbad   Starnberg Starnb. See bei Münsing
Freising Mühl-See   Traunstein Chiemsee
Fürstenfeldbruck Germeringer See   Traunstein Baggersee b. Oberau
Fürstenfeldbruck Olchinger See   Traunstein Reifinger Weiher
Garmisch-Partenkirchen Lautersee   Traunstein Chiemsee bei Prien a. Ch.
Landsberg am Lech Ammersee   Weilheim-Schongau Haslacher See
Landsberg am Lech Windachspeicher   Weilheim-Schongau Dietelhofer See
Landsberg am Lech Ammersee bei Riederau   Landshut (krfr. St.) Badesee Gretlmühle
Landsberg am Lech Engelsrieder See   Deggendorf Weiher bei Natternberg
Landsberg am Lech Ammersee b. Herrsching   Deggendorf Weiher bei Seebach
Landsberg am Lech Ammersee b. Inning a. A.   Deggendorf Hackerweiher
Miesbach Tegernsee   Deggendorf Weiher in Sattling
Miesbach Schliesee   Dingolfing-Landau Mosssandl-Weiher
Miesbach Spitzingsee   Freyung-Grafenau Ebenreuth See
Mühldorf am Inn Heldensteiner Badeweiher   Kelheim Kiesweiher Bruckmeier
München Garchinger See   Passau Badeweiher Gegenbach
München Heimstettener See   Passau Rohrbachsee
München Feringasee   Passau Freudensee
München Unterföhringer See   Passau Baggersee
München Unterschleißheimer See   Passau Naturfreibad
 
 
Passau Rothauer See   Aichach-Friedberg Aindlinger Baggersee
Passau Rannasee   Aichach-Friedberg Friedberger Baggersee
Rottal-Inn Waldsee   Aichach-Friedberg Weitmannsee
Rottal-Inn Berghamer See   Aichach-Friedberg Radersdorfer Baggersee
Straubing-Bogen Friedenhainsee   Dillingen an der Donau Wünschseen
Neustadt a. d. Waldnaab Naturbad Rußweiher   Dillingen an der Donau Gartnersee
Regensburg Guggenberger See   Dillingen an der Donau Auwald-See
Tirschenreuth Großer Weiher   Donau-Ries Baggersee Riedlingen
Hof (krfr. St.) Untreusee   Donau-Ries Burgwörthsee
Bamberg Baggersee Hirschaid   Donau-Ries Waldsee Wemding
Bamberg Baggersee Ebing   Günzburg Badegebiet Kreisstraße
Hof Auensee Joditz   Günzburg Oberrieder Weiher
Hof Frankenwaldsee   Günzburg Mooswaldseen
Hof Schiedateich   Günzburg Erdbeersee
Kulmbach Mainaue   Lindau (Bodensee) Bodensee, Zech
Kulmbach  Badesee   Lindau (Bodensee) Bodensee, Eichwald
Lichtenfels Altmainsee   Lindau (Bodensee) Bodensee, Lindenhof
Lichtenfels Ebensfelder See   Lindau (Bodensee) Waldsee
Lichtenfels Ortswiesensee   Lindau (Bodensee) Strandbad Nonnenhorn
Lichtenfels Ostsee   Lindau (Bodensee) Strandbad Wasserburg
Wundsiedel i. Fichtelgeb. Naturfreibad Marktredw.   Neu-Ulm Auer Badesee
Wundsiedel i. Fichtelgeb. Waldbad Langer Teich   Neu-Ulm Ludwigsfelder Badesee
Wundsiedel i. Fichtelgeb. Weißenstädter See   Neu-Ulm Pfuhler Badesee
Erlangen (krfr. St.) Dechsendorfer Weiher   Neu-Ulm Sendener Waldsee
Ansbach Krummweiher   Neu-Ulm Vöhringer Badesee
Ansbach Sonnensee   Neu-Ulm Südl. Filzinger Badesee
Ansbach Badeweiher Lehrberg   Neu-Ulm Nördl. Filzinger Badesee
Ansbach Erlensee   Oberallgäu Großer Alpsee
Ansbach Dennenloher See   Oberallgäu Kleiner Alpsee
Ansbach Badeweiher Wörnitz   Oberallgäu Niedersonthofner See
Neustadt a.d.Aisch-Bad W.heim Rückhaltebecken   Oberallgäu Grüntensee
Nürnberger Land Baggersee   Ostallgäu Obersee, Faulenbauch
Nürnberger Land Birkensee   Ostallgäu Freibad Weissensee
Roth Wallesauer Weiher   Ostallgäu Mittersee
Roth Igelsbachsee   Ostallgäu Hopfensee
Roth Rothsee-Vorsperre   Ostallgäu Ettwieser Weiher
Weißenburg-Gunzenh. Kl. Brombachsee   Ostallgäu Forggensee
Weißenburg-Gunzenh. Altmühlsee   Ostallgäu Eibsee
Weißenburg-Gunzenh. Hahnenkammsee   Ostallgäu Bannwaldsee
Schweinfurt (krfr. Stadt) Baggersee   Ostallgäu Schwansee
Aschaffenburg Meerhofsee   Unterallgäu Rothdachweiher
Aschaffenburg Waldseebad   Unterallgäu Freibad Clevers
Aschaffenburg Freigericht Ost   Unterallgäu Schachenweiher
Aschaffenburg Seefreibad Grosswelzh.      
Aschaffenburg Mainparksee      
Bad Kissingen Bade- u. Paddelt. Kothen      
Bad Kissingen Skinautika Freizeitanlage      
Haßberge Baggersee Sand      
Main-Spessart Klostersee      
Rhön-Grabfeld Badesee Irmelshausen      
Rhön-Grabfeld Badesee Sulzfeld      
Rhön-Grabfeld Badesee Burgwallbach      
Schweinfurt Natur-Badesee      
Schweinfurt Sennfelder See      
Schweinfurt Ellertshäuser See      
Würzburg Kleiner See      
Augsburg (krfr. St.) Autobahnsee      
Augsburg (krfr. St.) Naturfreibad Haunstetten      
Augsburg (krfr. St.) Kuhsee      


In Tabelle 3 sind die Untersuchungsergebnisse der Jahre 1993 und 1994 dargestellt. Im Jahr 1993 betrug die Gesamtzahl der untersuchten Proben 9.528, im Jahr 1994 10.102 Proben.

Tab. 3: Ergebnisse der Untersuchungen auf FC und GC in den Jahren 1993 und 1994 in Bayern (aus: Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen (LUA) Nordbayern 1994 und Schindler 1994) 

 

1993

(in %)

1994

(in %)

bakteriologisch einwandfreie Proben

63,87

80,23

Proben mit Leitwertüberschreitungen

26,40

14,62

Proben mit Grenzwertüberschreitungen

9,73

5,15

  

Bei gegebenem Verdacht auf Verunreinigungen eines Gewässers wird die Anzahl der genommenen Proben oft erhöht. Dies bedeutet, dass von der Zahl der Leit- und Grenzwertüberschreitungen nicht auf die Zahl der verschmutzten Gewässer geschlossen werden kann.

Die Qualität der stehenden Gewässer war hierbei im Durchschnitt sehr viel besser (ca. 80 - 85 % einwandfrei) als die der fließenden Gewässer (nur ca. 15 % einwandfrei).

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Literatur:

Bayerisches Staatsministerium des Innern (1977): Bekanntmachung vom 20. Dezember 1977 zur Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften über die Qualität der Badegewässer

Breuer, R. (1990): EG-Richtlinien und deutsches Wasserrecht. In: WiVerw 1990/2, S. 79 - 117

Chorus, I. und Bumke-Vogt, C. (1995): Toxische Cyanobakterien (Blaualgen) in Badegewässern und Trinkwasserresourcen - eine bislang kaum bekannte Gesundheitsgefahr? In: Umweltmedizinischer Informationsdienst 1/1995, S. 5 - 11

Europäische Kommission (1995): Qualität der Badegewässer 1994. Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften. Luxemburg 1995

Landeshauptstadt München, Umweltschutzreferat (Hrsg., 1995): Qualität der Münchner "Badewassers". Mitteilung vom 07.06.1995

Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Nordbayern (1994): Jahresbericht 1994, Erlangen

Sabersky, A. (1993): Oben am Fluß. In: Öko-Test-Magazin 7/93, S. 51 - 53

Schindler, P. (1993): Ungetrübte Badefreuden. In: Wasserspiegel - Umweltinformation der Österreichischen Wasserschutzwacht, Juni 1993, S. 4 - 5

Schindler, P. (1994): Die Beurteilung der Gewässer. In: Planung der Kanalisation. ATV-Handbuch, Verlag Ernst & Sohn, S. 145 - 159

Stiftung Warentest 7/93 (Hrsg.): Getrübte Badefreuden. S. 43 - 45

Stand: Juli 1995

Verfasserin: Barbara Kohmanns

 
© GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Umweltberatung Bayern, Ingolstädter Landstraße1,D-85764 Neuherberg, Fax: 089/3187-3324, e-mail: ubb@gsf.de und 

©  Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen

 

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