Radioaktivität
Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft
(Quelle: BfS)

Für weitere Informationen wählen Sie bitte den jeweiligen Meßpunkt in der Karte

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Legende*
 
 < 20.000 Bq/m3  kein Radonverdachtsgebiet
 20.000 - 40.000 Bq/m3:  Radonverdachtsgebiet I
 > 40.000 - 100.000 Bq/m3  Radonverdachtsgebiet II
 > 100.000 Bq/m3  Radonverdachtsgebiet III
*Einteilung nach dem Radonschutzgesetz (Entwurf)


Erläuterungen zur Radonsituation im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Wie Sie obiger Karte entnehmen können, liegen alle bisher erhobenen 11 Bodenluftmesswerte unter 100.000 Bq/m³ (100 kBq/m³). Demnach wäre unser Landkreis kein Radonverdachtsgebiet III im Sinne des geplanten Radonschutzgesetzes. Raumluftmessungen in Wohngebäuden wären somit nur unter bestimmten Voraussetzungen angezeigt. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Datenlage für eine korrekte Darstellung der tatsächlichen kleinräumigen Situation viel zu dürftig ist. So entsprechen die 11 Messwerte in unserem 1.000 qkm großen Landkreis jeweils Arealen von 90 qkm, während die Rasterelemente in der Deutschlandkarte jeweils 9 qkm umfassen. Selbst diese 9 qkm wären jedoch für die Beurteilung eines bestimmten Baugebiets noch viel zu grob. Wegen der geringen Anzahl der Messpunkte flossen für die Darstellung unseres Landkreises in den ebenfalls in unserer Homepage aufgehängten Bayern- und Deutschlandkarten auch die (höheren) Messwerte des Nachbarlandkreises Bad Tölz (dort bis 180 kBq/m³) mit ein. Dies geschah durch Interpolation der vorhandenen Werte und Berücksichtigung vergleichbarer geologischer Gegebenheiten. Dadurch erscheint in diesen Karten der nördliche Teil unseres Landkreises (Murnauer Raum) in der Farbabstufung höher belastet (101 bis 150 kBq/m³), obwohl wie eingangs gesagt, in unserem Landkreis selbst bislang kein derartiger Wert gemessen wurde.

Raumluftmesswerte in Wohngebäuden sind wegen der Verdünnung etwa um den Faktor 1000 niedriger als Bodenluftwerte in 1 m Tiefe. Von den 36 für unseren Landkreis vorhandenen Dreimonatsmessungen liegen 28, also mehr als drei Viertel unter dem Zielwert des geplanten Radonschutzgesetzes von 100 Bq/m³. Bei den übrigen 8 Werten handelt es sich 4-mal um Kellerräume, die nicht zum ständigen Aufenthalt genutzt werden. Bei dieser Sachlage bestünde eigentlich kein Handlungsbedarf. Leider zeigen jedoch zwei „Ausreißer“ von 418 Bq/m³ bzw. 1.579 Bq/m³, dass man sich nicht auf Messwerte in der Umgebung verlassen kann, sondern die individuelle Belastung eines bestimmten Hauses nur durch Messungen ermittelt werden kann, die am besten 12 Monate umfassen. (Kurzzeitmessungen können nämlich falsch niedrige oder falsch hohe Werte liefern je nach klimatischen Verhältnissen, Heizperiode und Lüftungsverhalten).

Laut Stellungnahme der Strahlenschutzkommission (SSK) vom 24. Juni 2004 zeigen die deutschen Radonstudien eine signifikante Erhöhung des Lungenkrebsrisikos ab der Kategorie größer 140 Bq/m³. Das zusätzliche relative Lungenkrebsrisiko liege bei etwa 10 % (andere Autoren 16 %) pro 100 Bq/m³, so dass es sich also bei einer Raumluft-Belastung von 1.000 Bq/m³ gegenüber 100 Bq/m³ verdoppele.

Für die Entscheidungsfindung werden noch folgende weitere Anhaltszahlen gegeben, indem die bayerischen Daten (4 % Lungenkrebstote) grob orientierend auf unseren Landkreis übertragen werden: Jährlich versterben demnach etwa 40 Landkreisbewohner an Lungenkrebs (90 % = 36 Raucher). Unterstellt man bei 7 % Radon als Todesursache, so wären hierauf fast 3 unserer 1.000 Todesfälle pro Jahr zurückzuführen.

Messungen bieten beispielsweise an:

·        gsf (16 € für Langzeitmessung über mehrere Monate) Tel. 089/3187-2220

·        TÜV-Süd (20 € für Langzeitmessung über mehrere Monate bzw. 25 € für Kurzzeitmessung über mehrere Tage) Tel. 089/5791-1576

(Kosten o. MwSt. Stand März 2005)

 


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